ingot700x150a

Schlichten und Coatings können wie normale Wandfarben durch Streichen, Sprühen oder Tauchen aufgetragen werden. Die folgenden Hinweise helfen, optimale Ergebnisse bei der Auftragung und der anschließenden Anwendung im Heißbereich zu erzielen:

Vorbereitung der Oberflächen: Die zu beschichtenden Oberflächen sollen frei sein von Staub, Fett, losen Schlichtepartikeln, Schmelzresten oder Oxidanhaftungen. Bei glatten Flächen (z. B. Stahl) kann das Aufrauhen durch Sandstrahlen eine bessere Haftung ermöglichen.

Vorbereitung des Coatings: Schlichte oder Coating sollten sorgfältig gerührt oder geschüttelt werden, um die Feststoffe der Suspension gleichmäßig zu verteilen. Während zum Streichen das Coating im Anlieferungszustand eingesetzt werden kann, ist zum Sprühen oder Tauchen eine Verdünnung mit der jeweiligen Trägerflüssigkeit erforderlich.

Streichen: Die meisten Schlichten oder Coatings werden am besten mit einem weichen Pinsel in einer dünnen Schicht (max. 100µm) aufgetragen. Dickere Schichten können durch mehrmaliges Auftragen erzeugt werden. Zwischen den einzelnen Auftragungsschritten muß getrocknet werden. Weitere Schichten müssen mit schnellen Pinselstrichen aufgetragen werden, um ein Anlösen bereits aufgetragener Schichten zu vermeiden.

Tauchen: Kleine Gegenstände wie Labortiegel können auch durch Tauchen beschichtet werden. Hierzu muß die Schlichte verdünnt werden, das jeweilige Verdünnungsverhältnis muß durch Versuche ermittelt werden. Beim Tauchen kann meist nur eine Schicht aufgetragen werden. Entstehen beim anschließenden Trocknen Risse oder blättert die Schlichte ab, so muß das Coating weiter verdünnt werden.

Sprühen (Druckluft): Im verdünnten Zustand kann das Coating mit einem Blasbecher oder besser mit einer Farbspritzpistole und einer Düse mit 1 bis 1,5mm Ø bei einen Druck von ca. 6-8 bar aufgetragen weden. Es sollte ein Abstand von 20 - 40mm eingehalten werden. Eine Schichtstärke von 100µm sollte nicht überschritten werden. Vor dem Auftrag weiterer Schichten muß getrocknet werden, um ein Reißen und Abblättern der Beschichtung zu vermeiden.

Sprühen (Airless): Die meisten Schlichten und Coatings können im Airless-Verfahren in der Originalkonsistenz oder mit sehr geringer Verdünnung gesprüht werden. Hierbei wird das Coating durch Druck durch eine Düse gedrückt. Allerdings besteht die Gefahr eines zu dicken Schichtauftrages mit Rißbildung beim Trocknen.

 

 


© 2015 Büro für angewandte Mineralogie · Dr. Stephan Rudolph · D-47918 Tönisvorst


Vorstehende Angaben entsprechen den im Labor und Betrieb gemachten Erfahrungen. Sie können jedoch in Anbetracht der wechselnden Verhältnisse nur als Anhalt dienen und sind in diesem Sinne als unverbindlich anzusehen. Diese Produkte sind nur für den industriellen Bereich und vergleichbare Anwendungen (z. B. Forschung und Entwicklung) bestimmt. Die beim Umgang mit Chemikalien üblichen Vorsichtsmaßregeln sind zu berücksichtigen. Schutzrechte Dritter bitten wir zu beachten.

alu-stop.de

Anwendungshinweise
Das Original